Kategorie: bedingungslos

Shiva (2/2)

Am Ende ging alles ganz schnell. Es dauerte nur wenige Sekunden bis das erschöpfte Tier aufhörte zu atmen,  bis der Körper erschlaffte und das Herz seinen letzten Schlag tat. Mir war beinahe so, als könne ich ihn hören. Manche Katzen brauchen länger die Schwelle in den Tod zu überschreiten, der Körper setzt sich noch einige Zeit länger zur Wehr bis Herzschlag und Atmung aussetzen. Shiva hatte ihren letzten Kampf schon hinter sich, hatte tagelang nichts gegessen, auch die tierärztlichen Behandlungen hatten ihre Spuren hinterlassen, so dass sie beinahe augenblicklich dieser Welt entsagte. Da war keine Kraft mehr übrig, kein Atemzug mehr vorhanden, kein Wille mehr zugegen. Nur Erlösung und Frieden.  Read More

Tag 1

Tag 1 nach dem Lebewohl-sagen. Der Vernunftsentscheidung. Der kampflosen Aufgabe. Keine Tränen, kein Geschrei, kein Nichts. Ein kurzer Anruf mit mehr Schweigen als Reden, das war´s, Ende, Aus, Bye-Bye und Ciao. Read More

Aufbruch

Es ist nur eine Zahl. Gut, sie ist rot, eine rote Zahl, aber nur eine Zahl. Sie verweilt unscheinbar unten am Dock und chillt, als wolle sie mir sagen, ‚Beachte mich gar nicht. Ich bin gar nicht da‘. Das ist freilich etwa so, als würde man Lothar Matthäus in die Playboy-Villa einladen und hoffen, dass er nichts Dummes sagt. Unmöglich. Es ist keine besondere Zahl, nicht zu hoch, nicht zu tief, keine Primzahl oder Quadratwurzel eines epochalen Ereignisses des Maya-Kalenders. Es ist nur eine Zahl von Unzähligen. Sie lautet 274. Read More

Ich würde dir sagen

Sagen, dass ich mir manchmal mit beiden Händen die Decke über den Kopf ziehe, Musik anmache und so laut aufdrehe bis sie all meine Gefühle, all meine Gedanken aus meinem Kopf hinaus gedrängt hat und ich nur noch das Pochen meines Herzens im Rhythmus der Musik spüre.

Sagen, dass die Welt sich zu schnell dreht und mir manchmal ganz schwindelig davon wird. So schwindelig, dass mir beinahe schlecht ist und ich mich übergeben möchte.

Read More

Ich wünschte, ich könnte weinen.

(Die Vorgabe: Einen Text, der die Worte „Ich glaube nicht, dass ich das will, aber ich denke, ich nehm das. Weil es besser ist, als gar kein Gefühl“ beinhaltet. Bitteschön! Und den Ursprung des ganzen findet ihr in diesem wunderschönen Blog!)

Ich wünschte, ich könnte weinen. Weinen und schreien, schreien und weinen. Mit den Händen auf den nackten Boden schlagend, so doll, dass mir der Rotz aus der Nase läuft, die Tränen über beide Wangen kleine Rinnsale bilden, um sich unterm Kinn wieder vereint in die Tiefe zu stürzen. So heillos, dass die Welt in einem Umhang aus Schmerz verschwimmt. Read More

24. Juli

Den ganzen Tag trage ich schon dieses ungute Gefühl der Unruhe in mir herum. Als hätte sich etwas zwischen uns geändert und ich habe es einfach nicht mitbekommen. „Uns“ bedeutet dabei eher ‚du‘ und ‚ich‘. Denn wir haben uns noch nie gesehen. Wir kennen uns jetzt 10 Tage und haben uns noch nie gesehen. Read More

Ich

Wer ich bin?

Ich bin ich!

Aber manchmal auch nicht

Read More

Loading...
X